Ziele der Studie

Die ICILS-Studie erhebt alle fünf Jahre die digitalen Kompetenzen von Schüler:innen der 8. Jahrgangsstufe in einer repräsentativen Umfrage. Durch die Ergebnisse kann ermittelt werden, wie sich die digitalen Kompetenzen in Deutschland seit 2013 entwickelt haben (Trendperspektive) und wie diese im internationalen Vergleich zu bewerten sind (Crossnationale Perspektive). Die Ergebnisse zeigen Entwicklungen über die Zeit, machen Unterschiede zwischen Schüler:innengruppen sichtbar und liefern wichtige Daten für Bildungsmonitoring, Qualitätsentwicklung und bildungspolitische Entscheidungen.

Die Studie zielt darauf ab:

  • digitale Kompetenzen von Achtklässler: innen verlässlich zu messen,
  • Entwicklungen digitaler Bildung über mehrere Jahre zu verfolgen,
  • Deutschland mit anderen Bildungssystemen zu vergleichen,
  • Bildungsungleichheiten und Förderbedarfe zu erkennen,
  • Reformen, Investitionen und Förderprogramme datenbasiert zu planen,
  • digitale Bildung national, europäisch und international weiterzuentwickeln.

ICILS und europäische Zielsetzungen im Bereich digitaler Bildung

ICILS ist Teil des europäischen Bildungsmonitorings und die internationalen Teilnahmegebühren werden von der Europäischen Kommission kofinanziert. Die Studie liefert wichtige (europäische) Vergleichsdaten zur IT- und Informationskompetenz. ICILS gilt als zentrales Instrument, um digitale Fähigkeiten und Rahmenbedingungen länderübergreifend zu messen. Die Erhebung im Fünfjahresrhytmus ermöglicht es, Veränderungen und Unterschiede im Kompetenzniveau über einen längeren Zeitraum hinweg zu beobachten, besser einzuordnen und daraus geeignete bildungspolitische sowie pädagogische Praxis abzuleiten.

So zeigen, die Ergebnisse der letzten Erhebung ICILS 2023, an der 22 Mitgliedsstaaten teilnahmen zeigten, dass die Erreichung der EU-Zielvorgaben weiterhin eine erhebliche Herausforderung darstellt. Dies gilt auch für Deutschland, wo insbesondere an nicht- gymnasialen Schulformen ein deutlicher Handlungsbedarf besteht, um zeitgemässe digitale Bildungsziele zu erreichen. Im Rahmen des EU-Benchmark 2030 wurde das Ziel formuliert, den Anteil der Schüler:innen mit sehr geringen Kompetenzen bis zum Jahr 2030 auf höchsten 15 Prozent zu reduzieren.

Die bisher gewonnen Daten und Erkenntnisse zeigen, dass neben den Investitionen in die technische Infrastruktur, etwa wie die Ausstattung von Schulen mit Computer, auch ein gezielter Bedarf an pädagogischen Massnahmen besteht, um die digitalen Kompetenzen der Schüler:innen nachhaltig zu stärken.

Dies verdeutlicht die Bedeutung einer kontinuierlichen Datenerhebung, um Unterschiede im Kompetenzniveau besser zu verstehen. Zugleich bietet sie der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten eine empirisch fundierte Grundlage für die Entwicklung und Umsetzung geeigneter bildungspolitischer und pädagogischer Massnahmen zur Verringerung bestehender Kompetenzunterschiede.